Wo Benediktinerinnen wirkten, Fürsten und Könige gastierten...

Im Jahre 1142 wurde das Kloster durch den Edlen Heinrich von Gehrden errichtet, Niederlassung von Benediktinerinnen in der nahegelegenen Iburg;

Ende des 12. Jahrhunderts Bau der Klosterkirche (der jetzigen Pfarrkirche St. Peter und Paul); 1810 Aufhebung des Klosters im Zuge der der Säkularisation

Das Klostergebäude gelangte in den Besitz von Jérome, dem König von Westfalen -Napoleons Bruder-. Das Fürstenzimmer mit original französischer Tapete ist bis heute erhalten. Legenden erzählen, dass zu dieser Zeit ausgelassene Feste auf Schloß Gehrden gefeiert wurden. Andere illustre Gäste dieses herrschaftlichen Hauses waren Ferdinand zu Fürstenberg und Anette von Droste Hülshoff.

Verkauf des ehemaligen Klosters an Graf Bocholtz zu Niesen; Abriss des nördlichen Teils und Umbau der restlichen Gebäude zum Schloss (Reste des Kreuzgangs (heute Brasserie) und des Refektoriums (heute Kaminzimmer) sind im Erdgeschoss des Südflügels erhalten)

1826 Verkauf der Anlagen an Baron von Sierstorpff, den Besitzer des Bades Driburg.

1930-1933 Aufteilung von Ökonomie und Ländereien für Siedlungszwecke

1959-1961 Erwerb der noch erhaltenen Gebäude (unter anderem Äbtissinnenflügel, Orangerie und Gästehaus des ehemaligen Klosters) durch Matthias Heinen aus Dortmund. Der Klosterkomplex war zu dieser Zeit größtenteils von einer heute in Teilen noch sichtbaren Klostermauer umschlossen und von einem Bach mit Zisternenanlage durchzogen.

1962-1965 Matthias Heinen veranlasste die Renovierung der Anlage und Umbau zum Gästehaus für Familien; Wiedererrichtung der Statue der Maria Immaculata, die 1810 vom Klosterplatz entfernt worden war

2007-2008 Umbau und Renovierung des gesamten Schlosses zu einem barrierefreien 4 Sterne-Hotel

Die oben aufgeführten Gemälde rechts sind
Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg und
Annette von Droste-Hülshoff, die im Original
im Landesmuseum Münster aushängen.